fotoclub ZOOM´84 Leinzell e.V. im DVF  

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Tiere im Zoo

Wer sich eine kostspielige Fotoreise ersparen will, wird in den meisten Zoos einen sich lohnenden Ersatz finden. Zumal man hier auf relativ kleinem Raum Tiere aller Kontinente vor die Kamera bekommt. Zudem die Zoos bestrebt sind, möglichst immer die schönsten Tiere einer Art zu zeigen. Um sehenswerte Aufnahmen zu erhalten, ein paar Bemerkungen dazu. Da ist gleich die Frage, welche Objektive benötigt man? Mit einem Zoom Objektiv (Brennweite 70-200) deckt man schon das Meiste ab. Teleobjektive mit Brennweiten von 300 mm und länger sind erste Wahl, wenn das Gehege größer ist. In den heutigen Zoos werden die Tiere in Anlagen gehalten, die in etwa dem natürlichen Lebensraum gleichen. Aber sie werden hinter Gittern, Wassergräben oder Glasscheiben gepflegt. Deshalb muss man versuchen, diese verschwinden zu lassen, damit sie nicht stören. Oft wird sich hier ein Tele mit mittlerer Brennweite als ideal erweisen. Es holt die Tiere heran. Bedingt durch die geringe Schärfentiefe bringt es die Gitterstäbe zum Verschwinden oder sie erscheinen nur als ein verschwommenes Muster auf dem Foto. Vorraussetzung ist, die Tiere müssen sich in einem bestimmten Abstand zum Gitter befinden. Zur Kontrolle die Abblendetaste benützen.

Besondere Anforderungen werden an den Fotografen bei Aufnahmen von Tieren in Aquarien und Terrarien gestellt. Man braucht, weil das Licht oft sehr schwach ist, ein......  S t a t i v..... . Spiegelungen vermeidet man, wenn man dunkle Kleidung trägt und schwarze Handschuhe anzieht. Bemerkt man, dass sich die Kamera spiegelt, einfach mit einem schwarzen Stoff abdecken. Die restlichen Reflexe lassen sich meistens mit einem Polfilter eliminieren. Auf keinen Fall macht man Aufnahmen im rechten Winkel zur Glasscheibe, sondern immer leicht von der Seite. Das Wissen vom Verhalten und Eigenheiten der Tiere ist sehr wichtig. Nur so wird man bessere Bilder als andere erzielen. Wenn man sich noch informiert, wann die Fütterungszeiten bei Raubkatzen, Seelöwen, Raubvögeln und den anderen Tieren sind, wird auch ansprechende Aufnahmen erzielen. Sehr zum Empfehlen sind die Anlagen mit den Primaten. Ihr soziales Verhalten ist meist sehr stark ausgeprägt. So wird sich hier manch überraschendes Ereignis vor der Linse abspielen. Da lohnt es sich, auch die Kamera einmal auf die Zoobesucher zu richten. Mit diesen wenigen Anregungen sollte einer erfolgreichen Fotosafari im Zoo nichts im Wege stehen. 

(Helmut Bernert)

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